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Psychiatrie und Psychotherapie

Kontakt
Haus Hüttental

Weidenauer Str. 76
57076 Siegen
Tel: 0271 705 - 1901
Fax: 0271 705 - 1994
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Dialektisch- behaviorale- Therapie nach M. Linehan (DBT):

Auf unserer Schwerpunktstation für Psychotherapie bieten wir Patienten mit Persönlichkeitsstörungen, insbesondere mit Borderline-Persönlichkeits-störungen (BPS), das DBT- Programm nach M. Linehan an. Dieses beinhaltet zusätzlich zu dem allgemeinen psychiatrisch/psychotherapeutischen Therapieangebot fünf Gruppentherapieangebote,
die sich wie folgt zusammensetzen:

  1. Das Skills-Training zur Erlernung von Stresstoleranz- Skills bei sehr hohen Anspannungszuständen, in dem auch ein verbesserter Umgang mit Emotionen vermittelt wird.
  1. Das Psychologische Gruppentraining sozialer Kompetenzen nach Hinsch und Pfingsten zur Verbesserung der zwischen-menschlichen Fertigkeiten.
  2. Des Weiteren wird von dem Pflegepersonal die Achtsamkeitsgruppe angeboten, in der die Patienten das Hier und Jetzt realisieren lernen können.
  1. In der Basisgruppe werden Informationen über Ursachen, Symptomatik, Möglichkeiten der Psycho- und Trauma-Therapie dargestellt.
  1. Die Gesamtheit aller Patienten mit einer Borderline-Persönlichkeitsstörung wird als Bezugsgruppe definiert und diese trifft sich wöchentlich einmal ohne Therapeuten, in der "frisch aufgenommene Patienten" von den Mitpatienten informiert werden und zum Beispiel Verhaltensanalysen besprochen werden können. Es besteht auch der Raum zur Thematisierung verschiedener z.B. zwischenmenschlicher Probleme.


Regelmäßige therapeutische Hausaufgaben
sind üblich. In Einzelgesprächen werden z.B. dysfunktionale Kognitionen erarbeitet und versucht durch hilfreiche Alternativkognitionen zu ersetzen. Der Umgang mit Nähe und Distanz kann ein weiterer Bestandteil der Gespräche sein. Therapieziele werden gemeinsam erarbeitet und es wird auf die Wünsche der Patienten eingegangen.



Therapeutische Grundannahmen im DBT:

  1. Jedes Verhalten der Patienten macht im subjektiven Kontext Sinn. Sie versuchen, das Beste aus ihren gegenwärtig verheerenden Situationen zu machen. Es liegt daher in der Aufgabe des Therapeuten, die jeweiligen Auslöser, Schemata und Konsequenzen herauszuarbeiten.
  1. Patienten mit BPS wollen sich verbessern. Patienten mit BPS müssen sich stärker anstrengen, härter arbeiten und stärker motiviert sein, um sich zu verändern, dies ist ungerecht.
  1. Patienten mit BPS haben ihre Probleme in der Regel nicht alle selber verursacht, sie müssen sie aber selber lösen.
  1. Das Leben suizidaler Patienten mit BPS ist so, wie es gegenwärtig gelebt wird, in der Regel unerträglich.

  2. Patienten mit SPS müssen in fast allen relevanten Dimensionen neues Verhalten erlernen.

  3. Patienten können in der OST nicht versagen.

  4. Therapeuten, die mit Patienten mit SPS arbeiten, brauchen Unterstützung.