Knie-Endoprothese - bei Verschleiß (Gonarthrose)

Ein künstlicher Gelenkersatz wird dann notwendig, wenn die Zerstörung des Knies so groß ist, dass ein gelenkerhaltender Eingriff nicht mehr sinnvoll ist.

Die Arthrose (Verschleiß) des Kniegelenks kann die Folge der altersgemäßen biologischen Abnutzung des Gelenkknorpels sein. Der Verschleiß übersteigt dann das tragbare Maß und führt zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. 

Ursachen für die Abnutzung können Fehlbelastungen durch Achsenabweichung des Kniegelenks (O-Bein oder X-Bein), alte Verletzungen oder Entzündungen (z. B. auch Rheuma) sein. Die dünneren Knorpelschichten reiben aufeinander bis letztlich der Knochen frei liegt. Man spricht von einer "Knorpelglatze". Dies führt zunehmend zu starken Schmerzen. 

Die Gelenkinnenhaut produziert als Folge des chronischen Reizes eine größere Menge Gelenkschmiere/-flüssigkeit, wodurch ein Gelenkerguss entsteht. Folge ist eine weitere Verstärkung der Schmerzen, so dass die Knie-Endoprothese als letzte Option entscheidend zur Verbesserung Ihrer Lebensqualität beitragen kann. 

In unserer Abteilung werden jährlich 80 künstliche Kniegelenksprothesen implantiert. Ihr durchschnittlicher Aufenthalt in der Klinik beträgt zur Zeit zwölf Tage.