Operationsablauf

Die Hüftgelenksersatz-Operation wird für Sie völlig schmerzfrei in Teilnarkose (Rückenmarksbetäubung) oder Vollnarkose durchgeführt. Unsere Anästhesisten werden mit Ihnen die geeignete Methode besprechen.

Die OP dauert je nach Fall zwischen 45 und 120 Minuten. Nach einem Hautschnitt von 10 bis 12 cm Länge wird unter genauester Schonung der Muskeln und Weichteile das Gelenk freigelegt. Die Muskeln werden nur zur Seite geschoben und nicht durchtrennt. 

Der Oberschenkelhals wird durchgesägt und der erkrankte, zerstörte Hüftkopf entfernt. Zur Vorbereitung für den Einsatz des künstlichen Hüftgelenks wird die verschlissene Hüftpfanne ausgefräst und ein Pfannenersatz implantiert. Dies geschieht in unserer Klinik je nach Befund und Patientenwunsch unter computergestützter Navigation.  

Danach wird der Markraum des Oberschenkelknochens so präpariert, dass der Schaft exakt (mit oder ohne Zement) sitzt. Auf den Prothesenschaft wird der Prothesenkopf aufgesetzt. Alle Teile werden zu einem Gelenk zusammengefügt, d.h. der Schaft wird mit dem Kopf in die Pfanne eingepasst.  

Der OP-Zugang wird vernäht und wieder geschlossen. Für zwei Tage werden Schläuche in der Wunde belassen, damit Blut und Wundwasser ungehindert abfließen können.