Totalprothese bei Arthrose und Teilprothese bei Brüchen

Die Idee, das relativ einfach aufgebaute Hüftgelenk zu ersetzen, stammt aus dem Jahre 1890. Inzwischen werden jährlich 1,1 Mio. Prothesen weltweit und 180.000 Prothesen in Deutschland implantiert.

Das künstliche Hüftgelenk kann man in Teil- und Totalprothesen unterscheiden. Bei den Teilprothesen werden nur der Hüftkopf und der Oberschenkelhals ersetzt. Die menschliche Hüftpfanne bleibt erhalten. Diese Methode findet hauptsächlich bei Schenkelhalsbrüchen älterer Menschen Anwendung, falls kein deutlicher Verschleiß besteht und der Patient nur noch eingeschränkt mobil ist.

Bei der weitaus häufiger verwendeten Totalprothese wird zusätzlich auch die Hüftpfanne ersetzt. Dieses Verfahren bietet dem Patienten im Anschluss an die Operation ein nahezu normales Leben und eine normale Beweglichkeit.  

Auch angemessene sportliche Betätigung (bis hin zu Ski Alpine) ist erlaubt und voll möglich. Die heute zu erwartende durchschnittliche Standzeit einer Hüftprothese liegt bei etwa 15 Jahren.