Beruf und Familie

Mitarbeiterstimmen

Hier finden Sie Erfahrungsberichte und Interviews unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter rund um das Thema Beruf und Familie.

Interview mit Dr. Josefine von Randow-Boudriot

  • Oberärztin Neurologie in der Zentralen Patientenaufnahme            
  • Drei Kinder
1. Sie haben nach Ihrem ersten Kind sehr schnell wieder 100 % gearbeitet. Wie viel Zeit lag zwischen der Geburt und Ihrem Wiedereinstieg? Wie haben Sie dies geschafft?

Zwischen der Geburt unseres ersten Sohnes David und meinem beruflichen Wiedereinstieg lagen sieben Monate. Die relativ rasche Rückkehr an meinen Arbeitsplatz habe ich einzig und allein meiner Mutter zu verdanken, die sich während dieser Zeit um mein Kind gekümmert hat. Wäre ich damals vor der Entscheidung gestanden, mein Kind mit sieben Monaten bereits in fremde Hände geben zu müssen, hätte ich dies definitiv nicht getan. Bei meiner Mutter wußte ich David in besten Händen.

2. Wie würden Sie Ihr Leben mit drei Kindern beschreiben? Haben Sie bereits eine Vorstellung davon, wie genau es beruflich weitergehen wird, also werden Sie nach der Elternzeit wieder 100 % arbeiten?

Die Geburt unserer Zwillinge war nach Davids Geburt für mich das größte Geschenk. Seitdem meine Kinder auf der Welt sind, empfinde ich jeden Tag große Dankbarkeit. Ich könnte mir mein Leben nicht schöner vorstellen. Durch die große Verantwortung für die eigenen Kinder bekommen viele Dinge eine ganz andere Wertigkeit. Für mich ist das Leben noch reicher geworden. Das größte Glück ist es für mich, daß ich nun die unendliche Liebe und die wunderschönen Traditionen,die mir in meiner Kindheit von meinen Eltern geschenkt bzw. vermittelt wurden, an meine Kinder weitergeben darf.

Ich werde ich Frühjahr 2019 mit einer halben Stelle an meinen Arbeitsplatz zurückkehren. Auch diesmal habe ich dank meiner Mutter  das große Glück, meine Zwillinge nicht in eine fremde Betreuung geben zu müssen.

3. Welche Empfehlung / Tipps können Sie anderen Kolleginnen und Kollegen geben, die auch Beruf und Familie bestmöglich vereinbaren möchten. Gibt es ein Geheimrezept und welche Rolle spielt der Arbeitgeber?

Ich glaube, dass es  vermessen wäre, Anderen Empfehlungen zur Vereinbarung von Beruf und Familie zu geben. Jeder muss im Einklang mit den ganz persönlichen Gegebenheiten einen Weg finden. Ein Geheimrezept gibt es meines Erachtens nicht. Der Arbeitgeber spielt natürlich eine ganz entscheidende Rolle. Es ist bei Weitem keine Selbstverständlichkeit, dass man die Möglichkeit bekommt, so lange in Elternzeit zu bleiben und dass man danach sogar noch die Möglichkeit bekommt, in Absprache mit dem eigenen Chef Teilzeit zu arbeiten bzw. ein persönliches Arbeitsmodell zu besprechen, das mit den beruflichen Umständen zu vereinbaren ist.