Mitarbeiter & Karriere

Kindertagesstätte

Meilenstein zur Umsetzung einer familienbewussten Personalpolitik ist geschafft

Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren, das ist das was heute zählt. Häufig ist gerade dies aber nur mit erheblichem organisatorischem  Aufwand gerade für Frauen verbunden. Es ist eine besondere Herausforderung, wenn man sich beruflichen Ansprüchen stellen will aber gleichzeitig auch den eigenen Kindern gerecht werden möchte oder sich der Pflege eines Angehörigen widmen muss. 



Ein Spannungsfeld, das auch viele Mitarbeiter im Kreisklinikum Siegen kennen. Deshalb entschied sich die Geschäftsführung Ende 2009 zu einer familienbewussten Unternehmenspolitik. Vieles wird zwar schon im Unternehmen getan. Jüngstes Beispiel ist die Einrichtung einer Kinderbetreuung für Kinder unter drei Jahren. Dennoch ist vieles noch zu tun. Mit beratender Unterstützung einer Auditorin analysierte man die bereits vorhandenen Angebote und Möglichkeiten für die eigenen Mitarbeiter. Unter Einbeziehung von Beschäftigten aller Berufsgruppen und Hierarchien wurde in Arbeitsgruppen der weitergehende Bedarf herausgearbeitet. Es folgte die Formulierung konkreter Ziele und die Vereinbarung verbindlicher Maßnahmen, die nun in den nächsten drei Jahren umgesetzt werden. „Wir wollen ein familienfreundliches Unternehmen sein und damit unseren Mitarbeitern helfen, Familie und Beruf miteinander zu vereinbaren“, so Geschäftsführer Bertram Müller.

Der Vorteil für das Krankenhaus liegt für Müller auf der Hand. Qualifizierte Mitarbeiterinnen kehren möglichst schnell wieder in ihren Beruf zurück, fallen seltener aus und arbeiten produktiver. Außerdem sind familienfreundliche Arbeitgeber attraktiver und gewinnen damit leichter wertvolles Fachpersonal.

 Am 11. Juni hat die berufundfamilie gemeinnützige GmbH dem Kreisklinikum die erfolgreiche Durchführung des Audits berufundfamilie bescheinigt. Das Zertifikat erhielt Bertram Müller am Freitag in Berlin aus den Händen der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Schröder, und des Parlamentarischen Staatssekretärs beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Peter Hintze. Staatssekretär Hintze vertrat den Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Rainer Brüderle, der gemeinsam mit Bundesfamilienministerin Schröder die Schirmherrschaft für das Audit trägt.