Botenstoffe, Drogen und Arznei als magische Tusche

Faszinierende Farbspiele, Strukturen und Formen hat die Fotografin und Künstlerin Sarah Schönfeld im Rahmen eines ganz besonderen Experiments erschaffen. Die Berlinerin träufelte verschiedene Substanzen, darunter Crystal Meth, aber auch Koffein und das körpereigene Hormon Östrogen, auf Fotoemulsion. Es entstand eine magische Tusche, die durch die chemische Reaktion die Oberfläche des Negativs veränderte und surreale Werke entstehen ließ.

Sie hat der Psychiatrie des Kreisklinikums einige ihrer Arbeiten zur Verfügung gestellt, die jetzt als Dauerausstellung den Gang des Sekretariatsbereiches Psychiatrie schmücken. „Die Fotografien entfalten eine ganz außergewöhnliche Wirkung auf den Betrachter“, erzählt Dr. Heiko Ullrich, Chefarzt der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik. „Der Titel „All you can feel“ selbsterklärt, warum das in die Psychiatrie passt.“

Mit einer kleinen Vernissage wird die Ausstellung am Dienstag, 22. Mai, um 18 Uhr im Haus Ferndorf (3. OG) offiziell eröffnet. Alle Interessierten sind herzlich willkommen, sich nach einem kurzweiligen Programm in außergewöhnliche Welten entführen zu lassen. Musikalisch untermalt wird der Abend durch Wolfgang Soost, Leiter der Musiktherapie des Kreisklinikums und seinen Kollegen Hartmut Hirth. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.