„Drogentotengedenktag“ im Kreisklinikum Siegen

Um jenen Menschen zu gedenken, die an den Folgen ihres Drogenkonsums verstorben sind sowie öffentlich gegen die Stigmatisierung und Ausgrenzung von Drogengebrauchern vorzugehen, hat das vierköpfige Team der Substitutionsambulanz des Kreisklinikums Siegen auch in diesem Jahr wieder eine Gedenkveranstaltung zum internationalen „Drogentotengedenktag“ organisiert. Anders als in den vergangenen Jahren entschieden sich die Verantwortlichen aufgrund der aktuellen Situation diesmal dazu, die Feier in kleinem Rahmen stattfinden zu lassen.

„Bedingt durch das Coronavirus haben wir bewusst darauf verzichtet, viele Gäste einzuladen. Dennoch ist es uns selbstverständlich auch in diesem Jahr wieder ein wichtiges Anliegen, gemeinsam mit einigen unserer Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörigen den Drogentoten zu gedenken“, erklärt Karin Kraus, pflegerische Leiterin der Ambulanz. So gab es im Rahmen der Veranstaltung unter anderem wieder eine feierliche Zeremonie, bei der alle Anwesenden in Gedenken an ihre verstorbenen Freunde und Bekannten Kerzen anzündeten sowie Luftballons mit den Namen der Verstorbenen an einem Baum vor der Ambulanz aufhängten.

Seit dem Jahr 2002 werden in der Substitutionsambulanz des Kreisklinikums Siegen opiatabhängige Patienten versorgt. Aktuell betreut das Team um die substituierende Oberärztin Dr. Sezer Lammers 75 Patientinnen und Patienten.