Eine Waschstraße für Patientenbetten

Hygiene wird in Krankenhäusern großgeschrieben, doch was passiert eigentlich mit den Betten nach einem Patientenaufenthalt?

Das Kreisklinikum Siegen legt großen Wert auf eine sorgfältige Bettenhygiene. „Wir haben schon seit Oktober 1995 eine eigene Bettenwaschanlage. Wie in eine Autowaschstraße wird hier das abgerüstete Bett hineingefahren und kommt gereinigt und desinfiziert auf der anderen Seite wieder heraus. Anschließend kann es für den nächsten Patienten wieder aufgerüstet werden“, erklärt Beatrix Schobert-Schulte, Leiterin der Hauswirtschaft am Kreisklinikum. Die bisherige „Bettenwaschstraße“ wurde jetzt durch eine hochmoderne neue Anlage ersetzt. Damit verfügt das Kreisklinikum durchaus über ein Alleinstellungsmerkmal, da die Krankenhäuser heute überwiegend eine händische Aufbereitung praktizieren.

Die maschinelle Wäsche dauert insgesamt acht Minuten und hat so einige Vorteile. „Ein großer Vorteil ist die geringere ergonomische Belastung des Personals und eine somit höhere Arbeitssicherheit“, betont Hygienefachkraft Maria Liszka. „Durch regelmäßige mikrobiologische Untersuchungen und Wartungen der Anlage wird eine gleichbleibende Qualität sichergestellt.“

„Wir sind froh, dass wir durch die Investition in eine neue Anlage den hohen Standard, den wir über viele Jahre hatten, weiterhin halten“, so Frau Schobert-Schulte. „Die Anlage ist beides: eine große Erleichterung für die Mitarbeiter der Bettenzentrale und der Garant für ein wirklich sauberes Bett.“