Kreisklinikum Siegen feiert Richtfest für Erweiterung der Kardiologie

Es ist Halbzeit: Nach knapp vier Monaten Bauzeit steht nun der Rohbau des neuen Funktionsgebäudes für den zweiten Linksherzkathetermessplatzes am Kreisklinikum Siegen. Beim offiziellen Richtfest kamen Mitarbeitende des Kreisklinikums sowie Landrat Andreas Müller, die Betriebsleitung des Kreisklinikums, das Team der Kardiologie um Chefarzt Dr. Hans-Peter Hobbach, die Gesellschafter des Kreisklinikums, die Baufachleute sowie weitere Gäste zusammen und feierten unter den geltenden Hygieneregeln den erfolgreichen Abschluss der Bauetappe.

„Die Erweiterung der Kardiologie am Kreisklinikum Siegen um einen zweiten Linksherzkathetermessplatz stellt für die kardiologische Versorgung der Menschen in unserer Region einen wichtigen Schritt dar“, betonte Landrat Andreas Müller, Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, in seiner Begrüßungsrede. Rund 5,5 Mio. Euro fließen in das neue Projekt, das neben dem neuen Anbau mit einem hochmodernen Herzkatheterlabor auch eine Modernisierung bereits vorhandener Räumlichkeiten der Kardiologie umfasst.

Der neu entstehende eingeschossige moderne Erweiterungsbau wird an den im Haupthaus bereits bestehenden ersten Linksherzkathetermessplatz angebaut. Zukünftig werden die direkt angrenzende „Intermediate Care Unit“ (IMC), die zeitgleich neu geplante „Cardiac Care Unit“ (CCU) und die kardiologische Allgemeinstation räumlich im Sinne einer kardiologischen Einheit zusammengeführt. Die Patientenbetreuung findet somit zentriert um die beiden Herzkathetermessplätze auf einer Ebene statt; kurze Wege optimieren die Behandlung kardiologischer Patienten. Auch für die zunehmende Forderung einer ambulanten invasiven Diagnostik ist das Kreisklinikum dann gut gerüstet.

Nachdem Ende Mai 2021 der offizielle Spatenstich erfolgte, ist für das erste Quartal des Jahres 2022 die Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten geplant. Nach der nun erfolgten Fertigstellung des Rohbaus, geht es im nächsten Schritt mit dem Innenausbau des Anbaus weiter. Parallel wird auch mit der Sanierung der ehemaligen Station 22 zur CCU, einer kardiologischen Kurzliegerstation mit 16 Betten, begonnen. Nach Fertigstellung der CCU und des neuen Herzkatheterlabors steht abschließend die Renovierung der angrenzenden IMC an.

„Ziel des Ausbaus der Kardiologie ist es, Herzpatienten in unserer Region medizinisch noch schneller versorgen zu können“, erklärt Chefarzt Dr. Hans-Peter Hobbach. In den neuen Räumlichkeiten werden neben der Diagnostik und Therapie der akuten und chronischen Koronarsyndrome bald auch spezielle komplexe Behandlungen von Herzrhythmusstörungen, sogenannte Ablationen, möglich sein. Durch die besondere Ausstattung und Ausführung des neuen Messplatzes können in diesem zudem bestimmte operative kardiologische Eingriffe, wie die Implantation von Herzschrittmachern und Defibrillatoren, durchgeführt werden.