Zentralküche der Klinikservice Siegerland GmbH nimmt ihren Betrieb auf

„Kooperation statt Konfrontation – auch und gerade im Gesundwesen!“ Unter diesem Leitmotiv bemühen sich seit einigen Jahren Landrat Andreas Müller und Siegener Kliniken intensiv um die Zusammenarbeit in unterschiedlichen Bereichen – mit großem Erfolg! „Inzwischen gibt es zahlreiche Kooperationen in unterschiedlichsten Bereichen: vom Pflegekongress aller Kliniken über die gemeinsame Ausbildung dreier Krankenhäuser am‚ Bildungsinstitut für Gesundheitsberufe Südwestfalen‘ bis hin zur gegenseitigen Erbringung von Dienstleistungen, etwa im Bereich der Apotheke oder des Labors. Aus all diesen Bemühungen ist schließlich die Siegener Klinik Allianz entstanden, zu der sich das Kreisklinikum, die DRK Kinderklinik und das zur Marien Gesellschaft Siegen gehörende St. Marien-Krankenhaus zusammengeschlossen haben“, erläutert der Landrat. „Jetzt erreichen wir einen weiteren Meilenstein dieser Kooperation: Nach mehr als zwei Jahren intensiver Planung und 15 Monaten Bauzeit nimmt die neue Zentralküche der Klinikservice Siegerland GmbH den Betrieb auf. In dem Gebäude in der Daimlerstraße werden rund 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unter modernen Produktionsbedingungen täglich über 6.000 Essen für die Patienten, Mitarbeiter und Besucher des Kreisklinikums Siegen und der Marien Gesellschaft sowie den dazu gehörenden Pflegeeinrichtungen zubereiten“, erläutert Andreas Müller. „Insgesamt haben die Partner rund 12 Mio. Euro in das gemeinsame Projekt investiert“, ergänzen die beiden Geschäftsführer der Klinikservice Siegerland GmbH Christian Lohmann und Hubert Berschauer.


„Mit der neuen Zentralküche stellen wir uns gemeinsam zukunftssicher auf und können für unsere Patientinnen und Patienten eine Speisenversorgung auf höchstem Niveau sicherstellen“, erklärten auch die Geschäftsführer des Kreisklinikums Siegen, Bertram Müller und Ingo Fölsing, sowie Hans-Jürgen Winkelmann, Hauptgeschäftsführer der Marien Gesellschaft Siegen, bei der offiziellen Eröffnungsfeier und Schlüsselübergabe am vergangenen Freitag. Im Rahmen einer Führung durch die frisch renovierten Räumlichkeiten der neuen Zentralküche konnten sich alle geladenen Gäste bei der Eröffnungsfeier ein eigenes Bild von der hochmodernen Ausstattung vor Ort machen. Der über 2.000 Quadratmeter große Küchenbereich verfügt nicht nur über drei Spülstraßen, eine Gerätespülmaschine und eine eigene Waschanlage für die 154 Speisewägen, sondern auch über hochmoderne Küchengeräte wie Multifunktionsgarer, Konvektomaten und Geräte zur Kühlung der Speisen. „In unserer Zentralküche wenden wir das neue Produktionsverfahren ‚Cook & Chill‘ an“, erläuterte Betriebsleiter Helge Wittig. Dabei werden die Komponenten eines Menüs herkömmlich zubereitet, danach jedoch sofort in einem speziellen Verfahren auf eine Kerntemperatur von unter 3°C heruntergekühlt und erst direkt vor Ort im Krankenhaus, beziehungsweise der Pflegeeinrichtung, wieder auf Verzehrtemperatur regeneriert. Auf diese Weise sind keine langen Heißhaltezeiten mehr notwendig, sodass die Vitamine und Mineralstoffe in den Speisen erhalten bleiben. „Ein weiterer Vorteil von ‚Cook & Chill‘ besteht darin, dass das Gemüse knackig serviert werden kann und das Essen seine natürliche Farbe behält. Das Auge isst ja schließlich mit“, so Wittig, der bereits über weitreichende Erfahrung mit dem modernen Produktionsverfahren verfügt.


Neben Bertram Müller und Ingo Fölsing, drückte auch Hans-Jürgen Winkelmann bei der Eröffnungsfeier seine Freude über die zunehmend enge Zusammenarbeit des Kreisklinikums Siegen und der Marien Gesellschaft Siegen in verschiedenen Bereichen, wie nun auch der gemeinsamen Speisenversorgung, aus. „Wir hoffen, auch zukünftig noch viele weitere Projekte gemeinsam erfolgreich umsetzen zu können und die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten somit bestmöglich zu gestalten“, so Winkelmann.