Qualitätsdokumentation in Registern

Qualitätssicherung Schlaganfall

Im Bereich Schlaganfall-Behandlung existiert kein bundesweit gesetzlich verpflichtendes Verfahren zur Qualitätsdokumentation.

Um unserem hohen Anspruch an die Sicherung und Förderung der Versorgungsqualität in der größten Neurologie Südwestfalens gerecht zu werden, nimmt das Kreisklinikum Siegen seit dem Jahr 2003 freiwillig an der Datenbank „Qualitätssicherung in der Schlaganfallbehandlung Nordwestdeutschland“ teil.
Diese wird seit 1999 durch eine Kooperation zwischen der Universität Münster und Kliniken der Akutversorgung von Schlaganfallpatienten getragen. Beratend ist die Ärztekammer Westfalen Lippe an dem Projekt beteiligt.

Die standardisierte Dokumentation und Auswertung unserer Behandlungsqualität ist - über die stetige Verbesserung der Schlaganfall-Behandlung hinaus - im Hinblick auf die Zertifizierung unserer Stroke Unit von Bedeutung. Die Stroke Unit der Klinik für Neurologie im Kreisklinikum Siegen unterzieht sich seit 2013 regelmäßig freiwilligen Zertifizierungs-Verfahren. Bisher wurde uns bei jeder Prüfung die Einhaltung des hohen Qualitätsstandards, der den Kriterien der Deutschen Schlaganfall-Gesellschaft und der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe an eine überregionale Stroke Unit entspricht, bestätigt.

Landeskrebsregister NRW

Im Bereich der Tumordokumentation besteht in NRW seit dem 1.April 2016 eine gesetzliche Meldeplicht für alle Ärzte und Krankenhäuser, Informationen zur Krebserkrankungen und deren Behandlung nach den Vorgaben des Landeskrebsregister NRW zu melden.

Im Zuge der gesetzlichen Verpflichtung aller Bundesländer, behandlungsbezogene Krebsregister einzurichten, wurde 2016 das Landeskrebsregister NRW (LKR NRW) gegründet. Seit 2003 nimmt das Kreisklinikum Siegen an der Krebsregistrierung - damals noch ‚Epidemiologisches Krebsregister‘ - teil.

Durch die Tumordokumentation werden die Daten unserer Patienten, die an Krebs erkrankt sind, nach einem standardisierten Verfahren elektronisch erfasst und verschlüsselt an das LKR NRW versendet. Diese Daten entsprechen im Wesentlichen der Dokumentation des Arztes, die er zu einer Erkrankung in seinen Unterlagen aufzeichnen muss. Die Informationen werden anhand von anerkannten Klassifikationssystemen charakterisiert, kategorisiert und anonym ausgewertet. Dies betrifft Informationen zur Diagnose, Therapie, Krankheitsverlauf und Nachsorge einer Krebserkrankung.
Damit stellen sie die Basis der Datengrundlage sicher und erfüllen sowohl in epidemiologischer als auch in klinischer Hinsicht wichtige Funktionen im Gesundheitswesen, dazu zählen:


•    die kontinuierliche Beobachtung des Krebsgeschehens wie die Häufigkeit von Neuerkrankungen, Sterblichkeit und Prognosen
•    die Dokumentation des Verlaufs von Tumorerkrankungen, einzelner Behandlungsschritte, Nachsorge, Rückfälle, Überleben und Tod
•    die Analyse zeitlicher Verläufe und regionaler Verteilungen
•    die Unterstützung von Wissenschaft und Forschung
•    die Planung und Bewertung der onkologischen Patientenversorgung
•    Hilfestellung bei der Entwicklung von erfolgreichen Behandlungsmethoden

Die regelmäßigen Auswertungen dienen ebenfalls der Kontrolle intern festgelegter Behandlungsabläufe und Behandlungsstandards im Rahmen von Zertifizierungen.

Quelle: Landeskrebsregister NRW

Hier finden Sie Patienteninformationen des Landeskrebsregisters NRW in verschiedenen Sprachen: